Viele Schleifdienste nehmen keine Scheren an. Das hat einen guten Grund: Eine Schere funktioniert grundlegend anders als ein Messer, und wer sie wie ein Messer schleift, macht sie unbrauchbar.
Zwei Schneiden, ein Schnitt
Ein Messer schneidet mit einer einzigen scharfen Kante. Eine Schere dagegen trennt, indem zwei Klingen aneinander vorbeigleiten, ähnlich wie eine Zange aus Schneiden. Entscheidend ist, dass sich beide Klingen am Berührungspunkt sauber treffen. Die Schärfe der Kante allein reicht nicht.
Der falsche Winkel ruiniert die Schere
Jede Klinge hat eine Schneidfläche außen und eine plane Innenfläche. Die Innenfläche darf beim Schleifen nicht angetastet werden, sonst schließen die Klingen nicht mehr dicht und die Schere kaut, statt zu schneiden. Auch der Schneidwinkel muss zur Klinge passen. Genau deshalb lehnen viele Dienste Scheren ab. Ich schleife sie von Hand und mit passendem Winkel für jede Klinge.
Schneiderscheren sind nur für Stoff
Eine Regel, die sich lohnt: Schneiden Sie mit Ihrer Stoffschere niemals Papier. Papier enthält feine Füllstoffe, die die Schneide schneller verschleißen als Stoff. Geben Sie der Schneiderschere ein eigenes Plätzchen und beschriften Sie sie notfalls.
Woran Sie erkennen, dass Ihre Schere Schärfe braucht
- Der Stoff faltet sich in die Klingen, statt sauber durchtrennt zu werden.
- Die Spitzen schneiden nicht mehr, sondern schieben nur noch.
- Sie müssen deutlich mehr Kraft aufwenden als früher.
Preis und Abgabe
Haushalts- und Schneiderscheren schleife ich für 10–15 €. Sie können sie an meinem Marktstand in Bleckede oder Scharnebeck abgeben und am nächsten Markttag wieder mitnehmen.